Saturday, October 31, 2015

in deutsch, Gedanken

Das Auslandsjahr bringt mich viel zum Nachdenken. 1500km von Zuhause fange ich plötzlich an darüber nachzudenken, was ich mit meinem Leben anfangen will und große Entscheidungen zu treffen. Weit weg vom Alltag und mit einem komplett neuem Lifestyle beginne ich darüber nachzudenken, was ich gerne besser machen würde, wenn ich zurück nach Deutschland komme. Begreife, wie privilegiert ich bin, beginne dankbar zu sein, für Sachen, die früher selbstverständlich waren.

Gestern habe ich ein Sudoku gemacht, ich glaube ich werde super langweilig, aber dafür mache ich auch wieder ganz andere komplett neue Sachen, die seltsam erscheinen, sage Ja zu allem. Entweder es ist überraschend gut oder es ist scheiße und dann habe ich später wenigstens eine Geschichte zu erzählen. Von dem Moment als ich Kalles Kaviar gegessen habe zum Beispiel oder andere awkward situations, als ich to do someone statt to be at someone's place auf schwedisch gesagt habe. (Jaja, die Präpositionen. An euch Austauschschüler sagt niemand jag är på NAME seid, niemals :D )Ich bin kein Fan von Kalles Kaviar aber:" At least I tried." :)


Außerdem habe ich wieder entdeckt, was mir mal wichtig war, mich interessiert hat. Habe bemerkt, dass ich eine überzeugte Feministin bin, es mir wichtig ist, gegen Fremdenfeindichkeit vorzugehen, dass Psychologie wirklich ist,was ich später machen will und auch dass ich Sudokus mag. So bescheuert das klingt.

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